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Wärmepumpen

Eine Wärmepumpe sorgt immer wieder für Erstaunen. Denn auch wenn es draußen mal kälter sein sollte, „verwandelt“ sie die kalte Außenluft in wohlig warme Luft für Innen – und das ganz ohne fossile Brennstoffe und dabei nahezu überall einsetzbar. Somit bereichert eine Wärmepumpe die Heiztechnik, als innovative Lösung.

Trotz der hohen Praktikabilität einer Wärmepumpenheizung, wird sie hierzulande jährlich nur knapp 60.000 mal verbaut. Bei knapp 320.000 Neubau-Immobilien pro Jahr, machen also Wärmepumpenheizungen gegenüber konventioneller Heiztechnik nur einen Bruchteil aus.

Woran liegt das?

Zieht man den Vergleich gegenüber Gasheizungen, dann sind Wärmepumpenheizungen in der Anschaffung um einiges teurer.
Dabei können sich Wärmepumpenheizungen langfristig durchaus bezahlt machen. Wärmepumpen stellen sich als sehr wartungsarm heraus und kosten dadurch in der Wartung pro Jahr meist nicht mehr als 50 Euro. Zudem wird ganz auf fossile Brennstoffe verzichtet, wodurch der Heizungsbetrieb nicht nur nachhaltiger, sondern auch ungefährlicher und platzsparender wird. Heizöltanks im Vorgarten fallen weg, zudem ist man unabhängig von den Heizölpreisen bzw. den Gaspreisen der Stadtwerke.

Doch wie funktioniert so eine Wärmepumpe überhaupt?

Wärmepumpen arbeiten nach dem selben Prinzip wie Klimaanlagen und Kühlschränke – nur umgekehrt. Erinnern Sie sich an unseren Beitrag über die Funktionsweise von Kälteanlagen?
Dort wird das Kühlmittel mit niedrigem Siedepunkt durch mechanische Abläufe und Druckveränderung, auf eine Temperatur gebracht, die unter der Umgebungstemperatur des zu kühlenden Raums liegt. Somit war es dem Kühlmittel physikalisch möglich, die Wärmeenergie aus dem Raum aufzunehmen, abzuführen und den Raum abzukühlen.
Bei einer Wärmepumpe wird nun das System „umgedreht“. Das Kühlmittel entzieht der Außenluft die Wärmeenergie und leitet die Wärme in den Innenraum und gibt sie hier ab. Zehn Grad Celsius Außentemperatur garantieren der Wärmepumpe eine einwandfreie Funktion. Ab minus 20 Grad Celsius wird der Betrieb einer Luft-Wärmepumpe aber unwirtschaftlich. Im besten Fall jedoch, kann die Wärmepumpe die zugeführte Energie vervierfachen.
Im nächsten Schritt wird in einem Wärmewechsler die thermische Energie des Kühlmittels auf eine Fußbodenheizung übertragen, da sie die gleichmäßigste und effizienteste Lösung der Heiztechnik für Innenräume ist. Der weitere Vorteil einer Wärmepumpe ist, dass sie im Sommer gleichzeitig als Klimaanlage genutzt werden kann.

Welche verschiedenen Arten von Wärmepumpen gibt es?

Bei der häufigsten Art der Wärmepumpe wird ein Medium genutzt, welches uns überall und frei zur Verfügung steht: die Luft. Sie enthält selbst bei relativ kalten Temperaturen Wärmeenergie. Außerdem ist die Luft-Wärme-Pumpe in der Anschaffung günstiger als andere Wärmepumpen.

Die Temperaturen der Außenluft sind im Gegensatz zum Erdreich weniger konstant. Diese bleiben bei wenigen Metern Bohrung selbst im Winter bei 10 Grad Celsius. Je tiefer man bohrt, umso wärmer wird das Erdreich. Jedoch sind solche geothermischen Bohrungen auch stets mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Oftmals werden im nächsten Schritt Erdkollektoren horizontal unterirdisch ausgelegt. Die in Schleifen verlegten Erdkollektoren umfassen meist eine Fläche, die doppelt so groß ist wie die Wohnfläche. Alternativ kann auch eine Erdwärmesonde durch Bohrungen im Erdreich für die Funktion der Erdwärmepumpe sorgen. Eine Erdwärmesonde benötigt zwar tiefere Bohrungen, aber weniger Fläche als ein Erdkollektor.

Je nach Art und Zweck des Gebäudes kann eine Erdwärmepumpe die effizienteste Lösung sein.

Die Wärmepumpe mittels Grundwasser mit Wärme zu versorgen ist die wohl am seltensten genutzte Form der Wärmepumpe. Denn nicht immer ist es erlaubt, die hierfür notwendigen Brunnen anzuschaffen. Befindet man sich zum Beispiel in einem Wasserschutzgebiet, wird meistens keine Erlaubnis für eine Wasserwärmepumpe erteilt.

Aufgrund der Nachhaltigkeit aller Arten der Wärmepumpenheizung können Sie auf staatliche Unterstützung zurückgreifen. Lassen Sie sich dahingehend von ihren L&K-Experten beraten. Gemeinsam finden wir die richtige Lösung für Ihr Vorhaben.